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Erste Auswandergedanken

Erste Auswandergedanken

Erste Auswandergedanken

Erste Gedanken auszuwandern zirkulierten schon viele Jahre in unseren Köpfen. Jetzt gleich auswandern, um dann im Ausland zu arbeiten, damit wir uns das leisten können, wäre eine Möglichkeit. Aber ist das für uns auch realisierbar?

Gefragte/nicht gefragte Berufe
Ich hab mal über längere Zeit im Internet recherchiert. Da sind im Ausland unsere Berufe nicht wirklich gefragt. Ein deutsch sprechender Maurer, Elektriker oder Gärtner haben da insbesondere in Spanien, wesentlich bessere Chancen als ein technischer Betriebswirt, dessen Englisch sich auf das Schulenglisch und sein Spanisch sich auf 6 x 1,5 Unterrichtsstunden beschränkt. Lösung: Wir wandern erst dann aus, wenn wir uns voll finanzieren können und somit unabhängig von Einnahmen durch Arbeit sind.

Aber
Das würde ja bedeuten, dass wir bis 67 Jahre arbeiten müssen und dann erst auswandern können, weil wir erst dann die volle Rente bekommen. Nur, so lange wollen wir doch gar nicht in Deutschland bleiben! Unser theoretischer Plan ist es doch, spätestens mit 60 Jahren auzuwandern.

Lieber weniger Geld, aber dafür mehr Lebensqualität
Wieso sollen wir die letzten Jahre von unserem 60sten bis zum 67sten Lebensjahr fast nur noch für die Miete in Deutschland arbeiten, wenn wir uns doch ein kleines Haus im Ausland kaufen und somit Miete sparen können? Nur weil in den letzten Arbeitsjahren die wichtigsten für meine Rentenhöhe sein sollen? Pah! Wenn ich wenig ausgeben muss, brauche ich auch nur wenig!

Lieber habe ich 7 Jahre Lebensfreizeit dazu gewonnen und gerade so viel Geld zur Verfügung, dass ich noch davon leben kann, als erst mit 67 Jahren aufzuhören, um die volle Rente zu bekommen, von der ich dann sieben Jahre lang ca. 45% nur an Miete ausgebe! Und dank des schlechten Klimas in Deutschland, dem monatelangem Dauerregen und Dauerkälte darf man obendrein noch sein Geld zum Fenster rausheizen. Da bleibt nichts mehr übrig von meiner kleinen Rente!

Unter Umständen fehlt mir mit 67 Jahren die Kraft zum Auswandern und ich habe dann meinen Traum nie gelebt!

Wenn wir unseren Auswander-Terminplan einhalten, können wir die dazu gewonnene Lebensfreizeit im Ausland bei Sonne und Meer geniesen!

Überzogene Ansprüche
Ich muss ein Land finden, das politisch einigermaßen stabil und sicher ist. Es sollte nicht unbedingt 12 Flugstunden entfernt sein, aber möglichst auch nicht in der EU, da hier die Preise bzw. Lebenshaltungkosten zu hoch sind. Zumindest dachte ich das zu diesem Zeitpunkt noch! (Stand 2016) Italien wäre schön, aber leider auch EU. Das Land sollte kulturell für einen Deutschen wie mich annehmbar sein und vor allem auch am Meer liegen. Und das Wichtigste: ein Land, in dem wir mit den uns zur Verfügung stehenden Mitteln jeden Monat gut auskommen. Also: Kambodscha! Aber: leider politisch seit Jahren instabil und vor allem: da essen die Spinnen! Das will ich nicht sehen (und essen) müssen!

Richtige Länderauswahl schwieriger als gedacht
Am besten wäre es, wenn wir unser Zelt nicht von heute auf morgen abbrechen müssten. Das liegt uns nicht so sehr. Also muss ein Land her, in das wir sozusagen Zug um Zug auswandern können. WOW, das wird ja immer schwieriger, ein passendes Land zu finden. Vielleicht sollten wir doch in Deutschland bis zum Umfallen arbeiten, um dann als Lohn dafür im Rentenalter und im tristen Deutschland in einer 2-Zimmer-Wohnung für die restlichen Tage dahin zu vegetieren. Natürlich vorausgesetzt, wir können uns die Wohnung dann noch leisten; so wie sich der deutsche Wohnungsmarkt seit Jahren entwickelt, steht das noch in den Sternen.

Ich sehe schon. Die Länderauswahl wird kein Spaziergang. Gefühlt muss die ganze Auswanderung generalstabsmäßig geplant werden (hier spricht der Deutsche aus mir): Krankenversicherung, Rentenansprüche, Lebenshaltungskosten usw. muss ja dann alles genau und rechtzeitig klar sein. Das artet in Arbeit und Stress aus. Will ich tatsächlich auswandern? 🙂

Ich geh jetzt erst einmal fernsehen, dann entscheide ich weiter…

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