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Traditionelle Köstlichkeiten – Liuteniza

Traditionelle Köstlichkeiten – Liuteniza

Als Auswanderer in Bulgarien wird man von den Nachbarn das ganze Jahr über mit selbstgemachtem beschenkt.

Oh da fällt mir gerade etwas ein zu dem Thema Geschenke
Bringt die Nachbarin einen Kuchen auf dem Teller, dann gibt man diesen Teller nie leer zurück. Er wird befüllt mit etwas anderem und dann an die Schenkerin zurückgegeben. Die Bulgaren sind sehr abergläubisch und behaupten, dass es Unglück bringt, wenn man das Behältnis leer zurück gibt.

Wir bekommen von den Nachbarn eine Menge Eingemachtes. Vieles schmeckt sehr lecker – aber manchmal ist unser Gaumen einfach nicht bereit, das Neue zu akzeptieren.

Liuteniza ist dabei eine große Ausnahme. Vor allem zum Grillfleisch oder auch als Dip für Gemüse ist dieses Püree aus Tomaten und Paprike eine besonders leckere Zugabe.

Auch hier hat jede Hausfrau ihr eigenes Rezept, es variiert in den Mengen und wird oft auch durch anderes Gemüse ergänzt, zum Beispiel verarbeitet die Oma eines Freundes dazu noch Auberginen.

Liuteniza

Hier das Grundrezept für Liuteniza
Für die Zubereitung benötigen wir
750 g frische rote Paprika
3 große Herztomaten
1 Handvoll gehackte Petersilie
1 halbe Tasse Öl
1 kleiner Pepperoni – mittelscharf
Essig und Meersalz

Als erstes rösten wir die Paprika im Backofen und ziehen danach die Haut komplett ab. Danach schneiden wir die gerösteten Paprika in kleine Stücke. Die Tomaten werden ebenfalls enthäutet. Hält man sie kurz in heißes Wasser, lässt sich die Haut ebenfalls problemlos abziehen.

Die Tomaten werden passiert und mit den Paprika vermischt. Jetzt wird noch das Öl zugegeben, mit Essig und Salz nach Belieben abgeschmeckt und zum Schluß die Petersilie zugefügt. Abschließend geben wir etwas Pepperoni, ganz nach Wunsch der Schärfe, zu.

Die Luteniza kann entweder sofort frisch gegessen werden. Man kann sie aber auch einkochen und haltbar machen. So hat man über den Winter immer frische Gemüsepaste ohne Konservierungsstoffe.

Ich wünsche euch viel Spaß bei Ausprobieren
Lasst euch überraschen mit welchem schmackhaften Gericht ich euch al nächstes Appetit machen werde.

Eure Biggi Burgas

8 comments

  1. “… uns Europäer erst einmal gewöhnungsbedürftig” Also – die Bulgaren sind offensichtlich keine Europäer?

  2. Vielen Dank für das Rezept. Das werde ich auf jeden Fall ausprobieren!
    Seitdem ich Liuteniza kenne, verwende ich es gern für alles Mögliche. Manchmal einfach zum “so essen”, mit Reis, Nudeln, auf Brot… Total vielfältig und sehr, sehr lecker! Meine Familie ist auch begeistert. Nach jedem Bulgarien-Urlaub haben sie ein neues Glas Zuhause stehen. Wir haben es uns auch schon schicken lassen, aber selber machen ist da noch einmal etwas ganz anderes!

  3. Graust mich jetzt schon dieses Hin und Her, da mir auch andere schon erzählt haben, wie das läuft. Ich koche und backe selbst sehr gerne und als Single ist mir das meist zuviel. Gebe es gerne weg und muss um Gottes Willen wirklich nix zurück haben.
    Ich kenne auch Singles in BG, bei denen sich die freundlichen Spenden an Eingemachtem von den Nachbarn regelrecht stapeln und die nicht wissen, wohin damit.
    Wie geht man damit bloß richtig um?

    • Das ist eben Aberglauben, den respektiert man. Muss ja nichts selbstgemachtes sein. Ein paar Pralinen oder Bonbons, irgendwas eben, damit der Teller nicht leer ist. So sind alle glücklich. Und wenn ich zu viel bekomme, dann schenk ich das einfach an deutsche Freunde weiter, bei denen ich weiß dass es dort gerne angenommen wird.

      • Danke für diese Info , Brigitte . Ich wohne nun schon ein paar Jährchen hier und es nervt mich ungeheuer , ständig “beschenkt” zu werden . Nun weiß ich warum und werde nur noch Einwegverpackungen verwenden . Durch Dich wird mein Leben leichter :-))

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